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14.02.2017

Pflegeberufereform – Kinderkrankenpflegeausbildung verbessern statt verwässern

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Eine Kinderkrankenschwester beruhigt ein Neugeborenes, dessen Mutter zum 1. Mal zu Besuch kommt.

Berlin, 14.02.2017 - Die Bundesregierung plant weiterhin, die Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege in einer generalistischen Ausbildung zusammenzulegen. Offener Brief kritisiert politischen Umgang mit der Pflegeberufereform.

Kinder können ihre Rechte nicht allein wahrnehmen, sie müssen auf die besondere Fürsorge durch den Gesetzgeber vertrauen. Die Diskussion der letzten Monate über eine Reform der Pflegeberufeausbildung hat etwas Wesentliches aus dem Blick verloren: das Wohl der zu Pflegenden.

Die Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland (GKinD) kritisiert das Vorgehen der Politik:

Das aktuelle Vorhaben, das Gesetz nun im Koalitionsausschuss zu beraten, lässt befürchten, dass die sachlichen Argumente der Betroffenen und der Patienten-Eltern auch weiterhin konsequent überhört werden. Die Zukunftssicherung einer guten Pflege für Kinder sieht anders aus.

Diese Befürchtung wird von nahezu allen, die tagtäglich Kinder und Jugendliche medizinisch versorgen, geteilt. In einem Offenen Brief wenden sich jetzt mehr als 30 Verbände und Organisationen rund um die Kinder- und Jugendmedizin und aus der Eltern-Selbsthilfe an die Parteispitzen von CDU, CSU und SPD. Darin kritisieren sie den Umgang mit dem Pflegeberufereformgesetz und fordern eine sachliche und fachorientierte Prüfung der Reformansätze.

In dem Offenen Brief wird auch ein Lösungsvorschlag genannt, der für die Pflege kranker Kinder eine Ausbildung vorsieht, die mindestens die Hälfte der Zeit in Theorie und Praxis spezifisch für die Kinderkrankenpflege investiert. Für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen brauchen wir hochspezialisierte Kinderkrankenpflege-Fachfrauen und –männer und keine Generalisten.

Wir fordern daher eine Reform der Pflegeberufe, die unabhängig von politischen Erwägungen auch die Bedürfnisse kranker Kinder und die Qualität der Kinderkrankenpflege im Blick hat. Es ist Aufgabe der Politik, die Kinderkrankenpflegeausbildung zu verbessern statt sie zu verwässern!

Link zum Offenen Brief

Pressekontakt: Jochen Scheel

05.04.2016

Geplante Pflegeausbildung vernachlässigt kranke Kinder

Bundesweite Umfrage: Die Kinderkrankenpflege lehnt die generalistische Pflegeausbildung ab

 

Berlin, 5. April 2016. – Monika Otte stellte heute in Berlin die Ergebnisse ihrer repräsentativen Umfrage zur Pflegeausbildungsreform vor: Demnach lehnen 99 % der Kinderkrankenpflegerinnen und –pfleger die derzeitigen Pläne der Bundesregierung für eine generalistische Pflegeausbildung ab. Auch die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) und die Gesellschaft der Kinderkliniken und Kinderabteilungen in Deutschland (GKinD) appellieren an die Bundesregierung, die Kinderkrankenpflege im Rahmen der generalistischen Ausbildung zu erhalten.

 

Die Bundesregierung plant, die Kinderkrankenpflege, die Krankenpflege und die Altenpflege in einer generalistischen Ausbildung zusammenzuführen. Die künftige Berufsbezeichnung für alle lautet dann „Pflegefachfrau“/“Pflegefachmann“. Der Bundesregierung geht es vor allem um die Aufwertung der Altenpflege, hier müssen deutlich mehr Pflegekräfte für die Zukunft gewonnen werden. 

Monika Otte, eine Kinderkrankenschwester und Lehrerin für Pflegeberufe aus Marburg, wollte dem „Sterben ihres Berufes nicht tatenlos zusehen“ und startete im Dezember 2015 eine Online-Petition zur Erhaltung der Kinderkrankenpflege beim Deutschen Bundestag. Zusätzlich führte sie eine Umfrage unter den Kinderkrankenschwestern und –pflegern durch; sie wollte wissen, was Kinderkrankenpflegerinnen und –pfleger über die Pläne der Bundesregierung, alle Pflegeausbildungen zusammenzufassen, denken.

Heute stellte Monika Otte die Ergebnisse ihrer bundesweiten Umfrage in Berlin vor: Mit 4.181 Rückmeldungen haben sich mehr als 10 % der in der Kinderkrankenpflege Tätigen beteiligt, damit ist das Ergebnis repräsentativ. Und es ist sehr eindeutig: Die Frage „Würden Sie sich in Zukunft für eine Ausbildung zur Pflegefachfrau/-mann nach dem neuen Pflegeberufegesetz bewerben?“ beantworteten 96 % mit „nein“. Über 80 % bewerten die Sicherung der Pflegequalität bei der Versorgung von Kindern nach dem geplanten Pflegeberufegesetz mit „mangelhaft“ bzw. „ungenügend“. 99 % der Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und –pfleger möchten an der Eigenständigkeit der Kinderkrankenpflege-Ausbildung festhalten. Damit widerlegt diese Umfrage eindeutig das Argument, das der Bundesminister für Gesundheit anführt, nämlich, dass die Pflege insgesamt der generalistischen Ausbildung zugestimmt habe.

Kinderkliniken sind auf gut qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege angewiesen. Die Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser in Deutschland fürchtet einen nicht verantwortbaren Qualitätsverlust in der Kinderkrankenpflege, sollte der derzeitige Gesetzentwurf realisiert werden. Die Bundesregierung stützt sich bei ihrer Pflegeausbildungsreform auf die wissenschaftliche Begleitung von acht Modellprojekten. Die Kinderkrankenpflege war aber an lediglich drei dieser acht Modellprojekte mit insgesamt nur 18 (!) Auszubildenden beteiligt. Die einzigen kritischen Stimmen kamen von genau diesen 18 Auszubildenden, berichtete Jochen Scheel, der Geschäftsführer der GKinD.

Auch die wissenschaftliche Fachgesellschaft der Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte in Deutschland, DGKJ, sorgt sich um das Wohl der kranken Kinder und ihrer Eltern. „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen“, „die Pflegepersonen müssen einen geschulten Blick für die jeweiligen krankheitsspezifischen Einschränkungen in den verschiedenen Alters- und Entwicklungsstufen haben. Und sie müssen die Eltern in der Betreuung ihrer Kinder anleiten. Dazu gehört viel Hintergrundwissen und Empathie“, so Karl-Josef Eßer, Generalsekretär der DGKJ.

DGKJ und GKinD unterstützen Frau Otte uneingeschränkt in ihrer Forderung, die Absicherung der Qualifikation bei der Pflege von Kindern durch eine eigene Berufsbezeichnung „Kinder-Pflegefachkraft“ zu erhalten. GKinD und DGKJ haben mit anderen pädiatrischen Verbänden einen Kompromissvorschlag erarbeitet, wie die Kinderkrankenpflege im Rahmen der generalistischen Pflegeausbildung erhalten werden könnte. – Beide betonen, dass sie den vorliegende Gesetzentwurf nicht ablehnen, sondern lediglich modifiziert sehen möchten. „Es ist machbar, im Rahmen des vorliegenden Gesetzentwurfs die Kinderkrankenpflege zu erhalten“, so Jochen Scheel. „Es muss nur der politische Wille da sein, für Kinder eine spezielle Lösung durchzusetzen. Kinder dürfen nicht Verlierer dieser Ausbildungsreform werden“, ergänzt der DGKJ-Generalsekretär Eßer.

Alle appellieren an die Abgeordneten der Regierungsfraktionen bei der Beratung des Pflegeberufsgesetzes, für die Pflege von Kindern eine spezielle Lösung zu realisieren.

Folgende Unterlagen sind online verfügbar: Link

  • Statements der Pressekonferenz am 05.04.2016
  • die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage
  • Fotos von typischen Situationen in der Kinderkrankenpflege

Terminhinweis: Monika Otte hat über 150.000 Unterstützer für ihre Bundestagspetition zur Erhaltung der Kinderkrankenpflege erhalten. Damit ist dies eine der erfolgreichsten Petitionen überhaupt. Sie wird ihre Petition in einer öffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses am 11.04.2016 im Deutschen Bundestag vorstellen.

 

Pressekontakt: Jochen Scheel

30.03.2016

NDR berichtet: Kinderkrankenpflege - Sorgen wegen Ausbildungsreform

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Auf NDR-Info wurde am 30.03.2016 zur Ausbildungsreform und die möglichen Auswirkungen auf die Kinderkrankenpflege berichtet. Den Bericht und den Audio-Beitrag finden Sie hier: Link

18.03.2016

Kinderkrankenpflege-Ausbildung vor dem Aus – Was sagen die Betroffenen?

Ankündigung Pressekonferenz

Die Bundesregierung plant, die drei Berufe Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sowie die Altenpflege in einer generalistischen Ausbildung zusammenzulegen. Künftig soll es nach dieser 3jährigen Ausbildung nur „Pflegefachfrauen“ und „Pflegefachmänner“ geben, die Menschen aller Altersstufen pflegen können sollen.

Angesichts dieser Pläne wollte die Kinderkrankenschwester Monika Otte aus Marburg nicht tatenlos zuschauen. Sie startete eine Bundestagspetition, die innerhalb von 3 Wochen über 80.000 Unterschriften erreichte. Bis Ende Februar sind rd. 150.000 Unterschriften eingegangen. Zusätzlich führte sie eine Umfrage bei den Betroffenen durch. Wie sehen Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger die von der Bundesregierung geplante Pflegeausbildungsreform?

Die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage wird Monika Otte in einer Pressekonferenz vorstellen:

Ort: Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz
Zeit: Dienstag, 05.04.2016, 11:00 Uhr
Gesprächspartner: u.a. Frau Monika Otte
Veranstalter: DGKJ e.V., GKinD e.V.

Wir freuen uns, wenn Sie den Termin vormerken. Gerne nehmen wir auch jetzt schon Anmeldungen (mit Name + Redaktion) entgegen unter: presse(at)dgkj.de 

Pressekontakt:
Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)
Chausseestr. 128/129 | 10115 Berlin
Tel. +49 30 3087779-14 | presse(at)dgkj.de

09.08.2014

ZDF berichtet in heute und ML Mona Lisa über die Situation der Kinderkliniken

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Sowohl in der heute Sendung am 08.08.2014 als auch im Magazin ML Mona Lisa am 09.08.2014 berichtet das ZDF ausführlich über die Situation der Kinderkliniken. Zu den Beiträgen:

Link heute Sendung

Link ML Mona Lisa

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Aktion Website

30.06.2014

Gemeinsame Pressemitteilung Bundesärztekammer, DGKJ und GKinD

Gute Versorgung von Kindern und Jugendlichen an Kliniken sichern PDF

26.05.2014

Presseinfo GKinD-Fachtagung 2014

Qualitätssicherung bei Früh- und Reifgeborenen Hauptthema der GKinD-Fachtagung 2014 PDF

11.04.2014

Zahlen, Daten, Fakten zur Aktion "Rettet die Kinderstation"

Hier finden Sie weiterführende Informationem zum Hintergrund der Aktion PDF

11.04.2014

Gemeinsame Presseinfo DGKJ und GKinD zur Aktion "Rette die Kinderstation"

Die gemeinsame Pressinfo von DGKJ und GKinD kann hier heruntergeladen werden PDF

24.05.2013

Pressemitteilung GKinD-Fachtagung 2013

GKinD fordert Klarstellung beim Sicherstellungszuschlag für Kinderkliniken PDF

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Gesundheitspolitiker in der Diskussion, v.l.n.r.: Dr. Harald Terpe, Bündnis 90/Die Grünen-Bundestagsfraktion, Mitglied im Gesundheitsausschuss, Harald Weinberg, Bundestagsfraktion DIE LINKE, Mitglied im Gesundheitsausschuss, Bärbel Bas, SPD-Bundestagsfraktion, Mitglied im Gesundheitsausschuss, Roland Riese, stellvertretender Vorsitzender des Bundesfachausschusses der FDP für Soziales. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland e.V. (GKinD)/Volker Neumann, Lehrte